Die Piraten

Entgleisungen

Ein ernstes Thema: "Entgleisungen" erzählt von einem, der Aids hat. Aber nicht als handelsüblicher Betroffenenreport, sondern durchaus literarisch.

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Eine aus technischen Gründen unterbrochene Zugfahrt. Pavlos, dem Tod gerade knapp entronnen und an zahlreichen Gebrechen leidend, verbringt eine Zwangspause mit wild zurück- und wieder voraushüpfenden Erinnerungen und Reflexionen. Ein Irrlichtern freischwebender Gedanken, fliegender Assoziationen, Flashbacks und Cuts. Die Todeserfahrung ist seine Identitätserfahrung, cartesianisch radikal: Kein anderer stirbt, wenn er stirbt, "denn wo das Nichts ist, wohin könnte er sonst fallen als auf sich selbst, denn hier ist nichts ausser er selbst, und jetzt begreift er plötzlich: ich bin."

Kokontis' "delirierender, übers Ziel hinausschiessender Sprachfuror ist Ausdruck eines Lebenswillens, Metaphern kompensieren sein Fleisch, das vom Knochen fällt, Begriffe sein brüchig gewordenes Skelett." (NZZ)

Hörprobe:

Die Piraten
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